Millionen von Willow Tree Figuren wurden durch Demdaco weltweit verkauft,

was den Name der Kuenstlerin Susan Lordi in vielen Sprachen bekannt machte. Wir trafen uns mit ihr in ihrem Studio ins Kansas City.

Eine Bauarbeiterin, keine Kuenstlerin “Ich glaube ich habe mich selbst nie als Kuenstlerin betrachtet, alles was ich wusste, war, dass ich es liebte Sachen zu machen.”, begann Susan. “Ich war die gluecklichste, wenn ich Sachen selbst schaffen konnte. Kuenstler waren andere Leute; ich war war einfach froh, wenn ich Sachen selbst herstellen konnte.” “Ich befand mich oft bei der Strasse gegenueber unserers Hauses, wo es sehr viel Holz und Wiesen gab. Als wir noch Kinder waren, sind wir oft zu viert zu dieser Strasse gegangen, denn wir waren offen fuer alle Dinge.

Wir haben aus Stoeckern und Samenkoernern alles moegliche gebaut. Meistens haben wir Samenkoerner-Suppe gemacht. Wir haben diese Samen zunaechst gesammelt, dann in einen Eimer voll Wasser getan und dann umgeruehrt. Solche und aehnliche Dinge haben wir oft gemacht.”Wir haben aus Stoeckern und Samenkoernern alles moegliche gebaut. Meistens haben wir Samenkoerner-Suppe gemacht. Wir haben diese Samen zunaechst gesammelt, dann in einen Eimer voll Wasser getan und dann umgeruehrt. Solche und aehnliche Dinge haben wir oft gemacht.”  “Wir hatten nicht viele Spielsachen, mit denen wir uns beschaeftigen konnten, wir haben mit dem gespielt was wir hatten. Wir hatten Barbies, jeder hatte eine Barbie und wir hatten dazu noch eine Rolle mit pinker Folie und Kleenex Taschentuecher. Ja, ich kann mich gut daran erinnern, wie wir eine Parade aus Kostuemen, die aus der pinken Folie und den Kleenex bestanden, gemacht haben. Ich weiss noch, damals hatte mich eine Babysitterin abgeholt und ist mit mir zu einem Nachmittagsprogramm gegangen, wo es nur aeltere Kinder gab. Die waren so um die 7 oder 8 Jahre alt und haben aus Eisstielen ganze Tuerme gebaut. Koennen Sie sich noch an diese Boxen erinnern, in denen je 1000 von diesen Eisstielen drin waren?!


Wie auch immer, ich dachte mir auf jedenfall, dass wenn ich solch eine Box mit 1000 Eisstielen haette, koennte ich alles moegliche bauen. Einmal habe ich fuer meine kleine Schwester, sie war vier Jahre alt, also musste ich so acht gewesen sein, ein drei-stoeckiges Puppenhaus mit Moebeln gebaut, welches ich aus Schuhkartons und Zeichenpapier gemacht hatte. Das war alles was ich hatte. Also das ist was ich unter einem Bauarbeiter verstehe. Eine Kuenstlerin, nein. Eine Bauarbeiterin, ja! Die Kunst “Eines Tages, in meinem jungen Leben, schrieb mich meine Mutter fuer einen Zeichenkurs ein, den ich dann auch fuer eine Weile besuchte. Ich war nicht wirklich interessiert und dachte mir “Ich bin kein Kuenstler”. Es kann auch sein, dass mich diese Naeherung zur Kunst einschraenkte. In der High School besuchte ich ein paar Kunstkurse, aber auch dafuer hatte ich nicht wirklich die Zeit. Im College besuchte ich ebenfalls ein paar Kunstkurse, aber nicht wirklich viele Studio Art Kurse. Ich schrieb mich eher fuer viele Kunstgeschichtskurse ein. Letztendlich legte ich erfolgreich eine Pruefung fuer Environment Design ab, welches aber eher als Innenarchitechtur angesehen wird.” “Es ist wirklich witzig, aber fuenf Jahre nach dem College habe ich meinen Dachboden aufgeraeumt und ein paar Notizen aus meiner Collegezeit wiedergefunden. Am Seitenrand, auf dem man damals dann so rumgekritzelt hatte, wenn der Lehrer vorne irgendwas erzaehlt hatte, fand ich dann all die Figuren, all die menschlichen Figuren, und alle ohne Gesichter. Ich dachte mir: “Ohh mein Gott!” Also gibt es Willow Tree fuer mich schon bereits seit 35 Jahren. Nachdem ich die Schule dann absolvierte, bekam ich einen Job an einem College, also arbeitete ich, aber Abends wuerde ich einen Figuren-Zeichen Kurs besuchen. Und ich liebte es! Und dafuer gab es keinen anderen Grund, als den, dass ich es liebte zu zeichnen. Und mein Ehemann wuerde mich fragen, warum ich diese Kurse besuche und ich wuerde einfach nur antworten, dass ich es selbst nicht weiss, ich weiss nur, dass ich es tuen muss. Mein Traum war es zur Uni zurueckzugehen und einen Masterabschluss in Fine Arts zu machen. Also ging ich, mit meinen mittlerweile 30 Jahren, zurueck zur Schule und vertiefte mich in dieses Thema. Ich war dem praktisch voellig verfallen. Und letztendlich bekam ich meinen Abschluss und begann an der Universitaet von Kansas Textil und Basic Design zu unterrichten. Ein materielles Maedchen “Ich weiss nicht warum es so ist, aber das Arbeiten mit Materialen liegt mir im Blut. Meine Ur-Uroma kam aus einem Weber Dorf in Sicily, wo sie alles moegliche herstellten, wie z.B. Laken usw. Und meine Oma naehte auch, meine Mutter naehte und ich naehte ebenso. Ich denke es ist die fuehlbare Qualitaet, die mich daran reizt” “Ich hatte eine “Rost-Phase”, in der ich rostiges Metall verwendete, um Kleidungsaccessiores zu entwerfen. Danach benutzte ich auch goldenes Garn. Mir gefiel der Gedanke, dass Gold etwas Kostbares wiederspiegelt. Als ich also Drahtelemente zu den Willow Trees hinzufuegte, kam der Grundgedanke aus meiner Textil-Zeit, das selbe gilt fuer die goldenen Details, die man an einigen Figuren sehen kann.” “Bei jeder Neueinfuehrung von Willow Tree versuchen wir etwas neues zu machen. Die Erneuerungen sind vielleicht nicht gleich offensichtlich, aber es ist immer etwas neu, so wie z.B. der Draht oder das Gold. “ “Ich habe es schon immer geliebt Figuren zu zeichnen. Wenn ich einfach nur so rumkritzel, wird es immer eine Figur. Dave Kiernowski, einer der Gruender von Demdaco, ist ein Freund meines Ehemanns, und er wusste, dass ich eine Kuenstlerin bin und fragte mich, ob ich ihm ein paar Figuren machen kann. Bis zu dem Zeitpunkt hatte er zwar noch keine einzige meiner Figuren gesehen, aber ich sagte mir: “Ja, ich werde das tuen!” Ich liebte diese Herausforderung. Ich ging in ein Kunstgeschaeft und besorgte mir Modelliermasse. Ich habe zwar schon mit meinen Kindern Ornamente aus Teig gemacht, aber diese Gelegenheit sah ich als erstzunehmendere Herausforderung.” “Ich bin so gluecklich Demdaco als Partner fuer die Entwicklung von Willow Tree zu haben. Sie machen einen unbeschreiblich guten Job fuer die Entwicklung, den Vertrieb, den Verkauf und dem Marketing. Sie erlauben mir zu experimentieren. Sie beeintraechtigen nicht meinen eigenen Stil und sie erlauben mir meinen Horizont weiter auszubauen.” Roses in my Garden Wie Susan sagte, mit jeder Neueinfuehrung von Willow Tree, ist etwas neues dabei. Und vor allem fuer 2009 ist das wahr. Zum Muttertag ist “Roses in my garden” eingefuehrt worden, eine Kollektion, die die Antwort auf die Anfragen ihrer Kunden ist: “Kannst du eine Willow Tree Figur entwerfen, die ein Mitglied meiner Familie wiederspiegelt? Vor allem meine Kinder.” “Das war eine wirkliche Herausforderung”, sagt Susan. “An jedes Mitglied der Familie zu denken, alle Groessen und Formen usw. Also konzentrierte ich mich als erstes auf die Kinder, aber mit bereits existierenden Willow Tree Figuren kann es auch funktionieren.” Unverwechselbar zu Roses in My Garden, ist eine “Truhe”, eine 32 cm hohe Display-Truhe, die sich mit den Tueren und den verstellbaren Einlegbrettern wundervoll dazu eignet, die niedlichen Figuren zu praesentieren. “Solch eine Truhe ist schon seit Jahren ein Ort wertvolle Dinge zu lagern/praesentieren, scheint perfekt zu sein. Wie auch immer, denn unsere Familienmitglieder sind unsere wertvollsten Dinge.”, sagt Susan. “Der metaphorische Hintergedanke von Roses in My Garden ist, dass auch ein Garten Zuneigung braucht. Man muss sich mit ihm beschaeftigen, die Blumen grossziehen, mit den Pflanzen reden und schliesslich sind Rosen die Blumen, in die wir vernarrt sind. Dennoch haben Sie Dornen und sind sehr pflegebeduerftig, aber wenn sie bluehen sind sie einfach wunderbar und alles ist vergessen. Also ist die Idee, dass die Rosen in meinem Garten meine Familie ist. Diese koennen Kinder, Enkel, Nichten, Neffen usw. sein. Und viele bereits existierende Figuren passen zu der Geschichte, sie ist also persoenlich ausbaubar. Man kann die Display-Truhe individuell benutzen, egal ob an die Wand gehaengt oder als Regaldekoration.” Die erste Kollektion beinhaltet drei Jungs und drei Maedchen verschiedenen Alters und Persoenlichkeiten. Was wenn? Wenn sie nicht eine kuenstlerische Karriere gestartet haette, welche andere Richtung haette sie eingeschlagen? “Ich liebe Gartenarbeit. Und bei der Gartenarbeit arbeitest du mit Struktur, mit Farben und mit Formen. Also vielleicht etwas mit Garten- und Landschaftsbau. Ich waere die kleine Gaertnerin, die mit den Knieen unten im Dreck hocken wuerde.” Und wenn sie ein Baum sein wuerde, welcher Baum wuerde sie sein? “Ich wette ein Willow Tree (=Weidenbaum)!”, lachte sie. “Manchmal glaube ich, ich wuerde diesem Baum etwas schulden. Aber ein Weidenbaum ist selbstheilend und er biegt sich mit dem Wind und fluestert uns etwas zu. Ja, ich wuerde ein Willow Tree sein.” von John Saxtan. Original Veröffentlichung im Giftware News Magazin, Januar 2009